
Europäischer Haftbefehl gegen Dmytro Karchuk zurückgezogen — Freilassung in Polen. Erklärung des CEO Club Ukraine
Am 14. August 2026 wurde Dmytro Karchuk aus der Untersuchungshaftanstalt in Przemyśl entlassen, in der er sich seit dem 28. Juli 2026 befunden hatte. Derzeit hält er sich auf dem Gebiet der Ukraine auf.
Zum Hintergrund: Am 28. Juli 2026 wurde der geschäftsführende Direktor und Mitinhaber des CEO Club Ukraine beim Überqueren der polnischen Grenze auf Grundlage eines von deutschen Strafverfolgungsbehörden ausgestellten Europäischen Haftbefehls festgenommen. Nach Darstellung der deutschen Seite soll im September 2024 eine Person, die mit Dmytro Karchuk in Verbindung gebracht wurde, mit einem Lastkraftwagen zu einem Lager in Deutschland gefahren sein, gefälschte Transportdokumente verwendet, eine Lieferung von 171 E-Bikes im Wert von knapp 127.000 Euro entgegengenommen und diese nicht am Bestimmungsort abgeliefert haben.
Die Position der Verteidigung war von Anfang an eindeutig: Dmytro Karchuk hat mit diesen Vorgängen nichts zu tun und konnte sich physisch nicht am Tatort aufhalten, da er sich in der Ukraine befand. Die Verteidigung ging von zwei möglichen Erklärungen aus: einer Personenverwechslung oder der unrechtmäßigen Verwendung personenbezogener Daten beziehungsweise Dokumente von Dmytro Karchuk durch Dritte. Die rechtliche Begleitung des Falls übernahm das Anwaltsteam von Arzinger gemeinsam mit polnischen und deutschen Rechtsanwälten. Den zuständigen Behörden wurde eine Reihe unabhängiger Beweise zur Untermauerung dieser Position übergeben.
Darüber hinaus wurden zur Unterstützung von Dmytro Karchuk 55 Empfehlungsschreiben von Unternehmern, Politikern, Vertretern des intellektuellen Umfelds und Meinungsführern gesammelt sowie Erklärungen von 11 Personen in der Republik Polen, die sich bereit erklärt hatten, persönlich für ihn zu bürgen. Für das unternehmerische Umfeld, das Dmytro Karchuk seit über zehn Jahren kennt, waren die erhobenen Vorwürfe von Beginn an unvereinbar mit seinem beruflichen Ruf und seiner Geschäftspraxis.
Der CEO Club Ukraine dankt dem Außenministerium der Ukraine und dem Konsulat der Ukraine in Lublin für das konsequente Engagement in diesem Fall. Der Konsul hielt durchgehend Kontakt, besuchte Dmytro Karchuk persönlich, kommunizierte mit der polnischen Seite und leistete Unterstützung im Rahmen der diplomatischen Möglichkeiten.
Der Club dankt ebenso den ukrainischen Medien und allen, die Dmytro Karchuk öffentlich unterstützt haben. Hunderte Veröffentlichungen machten deutlich, dass hinter einem formalen Haftbefehl ein konkreter Mensch steht — sein Leben, sein Ruf und, wie sich herausstellte, ein ernstes Problem der Personenverwechslung. Ein besonderer Dank gilt allen, die sich mit ihrem Namen, ihrem Ruf, fachlichem Rat oder ihrer Zeit eingebracht haben.
Der Fall ist nicht abgeschlossen. Der CEO Club Ukraine und die Verteidigung beabsichtigen zu klären, welche personenbezogenen Daten von Dmytro Karchuk konkret verwendet wurden, auf welchem Weg sie an die Täter gelangten und wie der Tatmechanismus aussah, der zur Festnahme eines Unbeteiligten führte. Die Arbeit in diese Richtung wird fortgesetzt.